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Rezension: Der Orden der Geweihten I

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Der Orden der Geweihten I: Verräterin von Jan Gießmann
Fantasy ║ neobooks (11. November 2017)
2.99 Euro (E-Book) ║473 Seiten

Klappentext

Geboren als Kämpferin.
Geschaffen, um Gerechtigkeit und Frieden zu wahren.
Ausgebildet vom legendärsten Kriegerbund der Geschichte: den Geweihten.
Nun scheint die Stunde gekommen, in der Elitekämpferin Cilana ihren Wert beweisen kann. Doch sie scheitert und bald findet sie sich in einem gnadenlosen Kampf auf Leben und Tod wieder.
Mit dem mysteriösen Waldläufer Tyrgarn und dem Schmied Drigorn stürzt sie sich in die Abgründe einer ganzen Gesellschaft und stellt sich einer Welt aus Gewalt, Gier und Intrigen.
Als Abtrünnige gebrandmarkt und erbarmungslos gejagt von den Häschern ihres eigenen Ordens, muss sie feststellen, dass Schwerter nicht die schärfsten Waffen sind!

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Zigarettenqualm erfüllte den kleinen, von überforderten Kerzen in unstetes Licht getauchten Raum.


 Meinung

Fantasy-Epen sind, meiner Meinung nach, eines der schwierigsten Genres, wenn es darum geht, Leser zu begeistern. Es müssen faszinierende Welten geschaffen werden und doch darf der Leser sich in ihnen nicht verloren fühlen. „Der Orden der Geweihten“ gehört diesem Genre an und ich war sehr gespannt…

Ich habe das Werk schon vor einigen Tagen beendet, habe mir allerdings bis gerade Gedanken gemacht, wie ich meine Meinung zu diesem Werk am besten in Worte fassen kann. Die fantastische Welt, die Jan Gießmann erschafft, ist keine angenehme und doch ist sie zweifelsohne interessant. Doch mischt sich in diese noch ein Orden, der die konventionellen Werte zu vernichten sucht und eine Kriegerin, die keine Angst zeigt, sich unter die Menschen zu mischen, die diese Welt noch mehr ins Chaos zu stürzen drohen, dann wird alles noch interessanter …

Die erwähnte Kriegerin, Cilana, bekommt einen unkonventionellen Auftrag und nicht nur dies macht ihr Schicksal interessant. Sie ist ein komplexer Charakter und fügt sich in die Welt, ohne sich ihr anzupassen.

Während mich diese Aspekte des Werks wahrlich faszinierten, störte mich besonders eins: der Schreibstil. Obwohl dieser durchdacht und häufig stilistisch gekonnt ist, konnte er mich nicht erreichen. Ich hatte das Gefühl, dass auf Eloquenz und detailreiche Beschreibungen so viel Wert gelegt wurde, dass vergessen wurde, dass Leser das Werk später nicht nur lesen, sondern vor allem fühlen würden wollen. Ich konnte deshalb auch kaum in das Werk eintauchen und fühlte mich meist, als schaute ich dem Geschehen zu, wäre aber emotional nicht berührt.

Auch wenn der folgende Satz nicht vielsagend scheint, ist er für mich hier mehr als passend: Weniger ist häufig mehr. Die Phantasie des Autors ist bewundernswert und mit Sicherheit kann dieser Schreibstil bzw. das Werk in sich einige Leser begeistern, doch für mich fehlte leider der Funke. Der Funke, der meine Augen beim Lesen hätte glänzen lassen.

Ich vergebe:3Würmchen

Zur Reihe hat der Autor selbst eine beeindruckende Website geschaffen! Hier kommt Ihr direkt zu ihr.


Ich möchte mich herzlich bei Jan Gießmann für das Rezensionsexemplar und das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken.*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

** gekennzeichnete Verlinkung kennzeichne ich gemäß § 2 Nr.5 TMG als Werbung

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