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Rezension: Joanna im freien Fall

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Joanna im freien Fall von Kerstin Westerbeck
Gegenwartsliteratur ║Books on Demand (08. Dezember 2017)
2,99 Euro (E-Book); 10,99 Euro (Taschenbuch) ║ ca. 304 Seiten

Klappentext

Joanna Hochmuth, Tochter des Stararchitekten August Hochmuth, steht auf der 36. Etage eines Luxus-Rohbaus ihres Vaters. Sie zählt die letzten Schritte ihres überperfekten Lebens – und springt.
Nichts aber ist so schwer wie sterben. Joanna erwacht in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, ist plötzlich frisch verheiratet und überhaupt in einem fremden Leben, das sich nur wenige Kilometer östlich von Frankfurt abspielt.
Joannas Todessprung geht durchs Netz. Blogger Leo Berger spürt die Meldung auf und wittert seine Story. Bei der Recherche stellen sich ihm ungeahnt hohe Herausforderungen; Leo muss unterscheiden zwischen Wahrheit und Lüge …

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Keine zweihundert Schritte trennen mich vom Ende.


 Meinung

Ich durfte Teil der Blogtour zu „Joanna im freien Fall“ sein und den Roman im Zuge dieser lesen. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde und doch war ich mehr als überrascht…

Der Tod ist für mich ein sehr sensibles Thema. Es geht gerade bei Selbstmord darum, dass Menschen ihr Leben beenden und dass dies eine der schlimmsten Tragödien darstellt, die ein Mensch selbst oder seine Angehörigen erleben können. Wenn Bücher sich mit diesem Thema beschäftigen, dann ist das nicht einfach. Es ist ein schmaler Grad zwischen Distanz und Respekt und ein ebenso schmaler zwischen Realität und Absurdität. Dieser Roman schafft es leider nicht, auf dem schmalen Grad zu balancieren. Meist erschien mir das Thema – allein durch das Schicksal der Protagonistin – zu verharmlost, wie auch den realen Opfern gegenüber nicht respektvoll genug.

Ich bin bei diesem Thema wirklich empfindlich und ich finde, dass ein Spiel mit diesem Thema nur dann erfolgen sollte, wenn das Thema dabei nicht an Gravität verliert, sondern den Menschen dadurch etwas aufgezeigt wird. Meiner Meinung nach ist allerdings weder das eine, noch das andere in diesem Roman der Fall.

Durch die etwas verworrene Geschichte war mir Joanna zu Beginn etwas zu plastisch und ich hatte das Gefühl, sie nicht wirklich kennenzulernen. Dies allerdings ändert sich im Laufe des Romans und Joanna wird zu einer Protagonistin, die nicht nur Gutes aus ihrem Leben preisgibt, sondern vor allem auch die Schattenseiten.

Wie oben schon gesagt, fehlte mir etwas der Respekt. So auch in manchen Ausdrucksweisen beziehungsweise Schilderungen. Abgesehen davon ist Kerstin Westerbecks Schreibstil angenehm und für einen Jugendroman angemessen.

Mich konnte „Joanna im freien Fall“ leider nur sehr begrenzt von sich überzeugen, auch wenn einige interessante Gedanken in dem Roman versteckt sein mögen. Das Lesen jedoch war weitestgehend angenehm und die Charaktere authentisch.

Ich vergebe:

3Würmchen

 


Ich möchte mich herzlich bei Kerstin Westerbeck für mein Rezensionsexemplar und das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken.*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

** gekennzeichnete Verlinkung kennzeichne ich gemäß § 2 Nr.5 TMG als Werbung

 

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