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Rezension: Die bittere Gabe

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Die bittere Gabe von Ellen Marie Wiseman
Gegenwartsliteratur║Piper (01.Februar 2018)
9,99 Euro (E-Book); 11,00 Euro (Taschenbuch) ║ ca. 464 Seiten
Klappentext

Noch nie im Leben durfte die zehnjährige Lilly ihre Kammer auf Blackwood Manor verlassen. Die Menschen würden bei ihrem Anblick zu Tode erschrecken, so ihre Mutter. Umso erstaunter ist das Mädchen, als sie eines Tages mit in den Zirkus darf. Doch statt eine Vorstellung zu bestaunen, wird Lilly an die Freakshow verkauft und fortan als »Eisprinzessin« ausgestellt. Ihr Schicksal bessert sich erst, als sie entdeckt, wie gut sie mit den Elefanten umgehen kann. Aber erst zwanzig Jahre später wird ihr hartes Los gesühnt …

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Der neunjährigen Lilly Blackwood kam es so vor, als würde sie zum hunderttausendsten Mal am Fenster der Dachkammer stehen, und sie wünschte sich nichts sehnlicher, als dass sich das Fenster öffnen möge und sie die Luft von draußen riechen könnte.


 Meinung

Manche Bücher überzeugen durch Ideen, die besonders in Kombination, ein ganz neues Leseerlebnis versprechen. Doch manchmal machen genau diese Bücher zu jenen, die den Leser nicht begeistern, sondern eher verwirren.

„Die bittere Gabe“ erzählt die Geschichte der zehnjährigen Lilly, die kein Leben führt, das als lebenswert erachtet werden kann. Das junge Mädchen darf ihre Kammer nicht verlassen, weil die Menschen sie aufgrund ihres Aussehens verurteilen würden. Als sie eine Attraktion in einem Zirkus wird, wird ihr Leben noch komplizierter und doch durch graue Dickhäuter zu einem besseren wird. Bis zu einem Unglück, das alles verändert …

Die Geschichte klingt, wie zu Beginn gesagt, spannend, da sie interessante Konzepte verbindet. Doch was Ellen Marie Wisemans Geschichte so besonders hätte machen können, entwickelt sich in einen Unterton im Roman, der für den Leser schwer zu ignorieren ist. Es wirkt, als sei all das zu viel. Als wäre es nicht stimmig, auch wenn der Klappentext so viel verspricht. So auch das Auftreten des jungen Mädchens, die für ihr Alter, zu erwachsen und gleichzeitig distanziert ist. Ich hatte das Gefühl, sie während des Lesens nicht wahrlich kennenlernen zu dürfen.

Ellen Marie Wisemans Schreibstil ist besonders. Einerseits sind die Worte sehr sorgfältig gewählt, andererseits nehmen sie genau deshalb die Emotionen aus der Erzählung. Der Schreibstil wirkt zu „hochgegriffen“ für eine Geschichte, die den Leser auch emotional berühren soll.

Leider konnte mich „Die bittere Gabe“ nicht wirklich von sich überzeugen, auch wenn besonders das Grundkonzept wahrlich interessant ist.

Ich vergebe:

3Würmchen

 


Ich möchte mich herzlich beim Piper Verlag für mein Rezensionsexemplar und das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken.*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

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