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Rezension: Neanderthal

Neanderthal

Neanderthal von Jens Lubbadeh
Science Fiction ║Heyne Verlag (13. November 2017)
11,99 Euro (E-Book); 14,99 Euro (Broschiert) ║ ca. 528 Seiten
Klappentext

Waren sie die besseren Menschen?
Deutschland in der Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft, Gesundheit ist das höchste Ideal. Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Sind es Neandertaler? Aber warum sind die Überreste nur dreißig Jahre alt? Nix‘ Ermittlungen enthüllen einen Skandal, der die Gesellschaft der Zukunft in ihren Grundfesten erschüttert …

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Das Gesicht sah aus wie ein Puzzle, dessen Teile nicht zusammenpassten.


 Meinung

Dystopien sind die Bücher, die uns am meisten faszinieren und verängstigen können. Denn was wäre, sollten Ideen Realität werden, ähnlich wie bei George Orwells „1984“? „Neanderthal“ klang nach einer Geschichte, die mich in ihren Bann ziehen würde. Klang…

Jens Lubbadehs Roman verpackt einen Thriller in eine Dystopie und mischt die beiden Genres fabelhaft. Während auf der einen Seite Leichen analysiert und deren Herkunft bestimmt werden muss, schlägt sich der Protagonist durch eine Welt, der es an nichts zu mangeln scheint, außer an Menschlichkeit…

Nix – der Protagonist – ist ein Charakter, der, von der ersten Seite an, die Empathie des Lesers weckt. Er befindet sich in dieser fremden Welt und versucht sich gegen sie zu stellen. Wem sonst könnte die Sympathie des Lesers gehören?

Jens Lubbadehs Schreibstil erschafft beeindruckende Sätze und Erklärungen, die eine Welt plausibel erscheinen lassen, die womöglich nur noch Jahre in der Zukunft liegt. Leider geht durch diese eher wissenschaftliche Sprache die Emotion verloren und es fiel mir schwer zu einem der  Charaktere im Roman eine wahre Beziehung aufzubauen. Manchmal fühlte es sich fast so an, als legte der Autor es genau auf diese Distanz an.

Die Konstruktion einer packenden Story ist nicht planbar, sondern muss erschaffen werden. Es muss ein Zusammenspiel aus Story, Charakteren und Schreibstil geben, das aufeinander abgestimmt ist und den Leser von sich überzeugen kann. Leider war dieses Gleichgewicht in „Neanderthal“ gestört und so spannend der Klappentext des Romans klang, so enttäuscht war ich, als ich den Roman beendet hatte.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen Einblick geben, auch wenn es mir bei „Neanderthal“ wirklich schwer gefallen ist, meine Gefühle zu beschreiben. Ich vergebe:

3Würmchen


Ich möchte mich herzlich beim Heyne Verlag und bei Jens Lubbadeh für mein Rezensionsexemplar bedanken.*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

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