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Rezension: Die goldene Legende

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Die goldene Legende von Nadeem Aslam

Geschichte, Politik ║ Deutsche Verlags-Anstalt (04. September 2017)

19.99 Euro (E-Book), 25.00 Euro (Hardcover) ║416 Seiten

Link zum Buch**


Klappentext

Wenn ein Leben nur in der Lüge möglich ist

In dem Moment, als auf der Grand Trunk Road Schüsse zu hören sind, beginnt Nargis‘ Leben zu zerbrechen. Ihr Ehemann gelangt versehentlich ins Kreuzfeuer und stirbt, bevor sie ihm die Wahrheit über ihre Vergangenheit beichten kann. Schon seit Längerem fürchtet sie, dass diese bald ans Licht kommen wird: Ein Unbekannter verkündet regelmäßig Geheimnisse der Anwohner vom Minarett der örtlichen Moscheen und versetzt damit Muslime und Christen gleichermaßen in Angst. Als die Lautsprecher die verbotene Liaison ihres Nachbarn mit der Tochter des muslimischen Geistlichen aufdecken, sind die Einschläge so nah, dass Nargis handeln muss …

In der für ihn typischen leuchtenden Prosa erzählt Nadeem Aslam eine Geschichte über Fanatismus, Widerstandsvermögen und die Lügen, die manchmal nötig sind, um zu überleben. Ein mutiger, zeitgemäßer und schmerzlich schöner Roman, in dem sich Pakistans Vergangenheit und Gegenwart spiegeln.

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Es war ein großes Zimmer mit vielen Bücherregalen, mit einem Metallhelm für den Steinross aus den Zeiten der Kreuzzüge und der Wirbelsäule eines Wals aus einer Bucht in der Antarktis.


Meinung

Dass Religionen, besonders in ihrer Diversität und Vielzahl, schon immer zu grauenvollen Kriegen geführt haben, ist wahrscheinlich jedem bekannt. Doch wie fühlt es sich an, in einem Land zu leben, das gegen die eigene Religion vorgeht? Kann man sich je sicher fühlen?

Die goldene Legende ist ein Buch, das sich genau mit dieser Frage auseinander setzt. Wie geht es Christen in Pakistan? Obwohl diese Frage recht abstrakt klingen mag, schafft es Nadeem Aslam dem Leser genau davon einen Eindruck zu verschaffen und das so authentisch, dass ich mehr als einmal schwer Luft holen musste. Was diesen Roman so kraftvoll macht, ist der persönliche Bezug, den der Autor zu dieser Problematik hat und ihn auch in jedem Satz mitschwingen lässt. Umso beeindruckender wirkt es auf den Leser, dass er keine Religion verurteilt, sondern besonders die Menschen herausfordert, die aus ihr eine Waffe kreieren.

Der Grund, warum ich nicht völlig überzeugt von diesem Werk bin, ist Nadeem Aslams Schreibstil. Er versucht einigen Aspekten möglichst viel Überzeugungskraft einzuflößen und beschreibt diese zermarternd genau und exzessiv. Dies hat, mit persönlich, etwas den Lesefluss, wie auch die Emotionen, genommen.

Dennoch ist es nicht zu leugnen, dass der Autor mit Die goldene Legende ein Werk schafft, das zum Denken anregt und uns so viele Fragen stellt: Ist es die Religion Wert, dass wir zu Unmenschen werden?


 Fazit

Ich vergebe:
4

 

Ich möchte mich herzlich bei der deutschen Verlags-Anstalt und RandomHouse, wie auch Herrn Aslam sehr herzlich für mein Rezensionsexemplar bedanken!*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

** gekennzeichnete Verlinkung kennzeichne ich gemäß § 2 Nr.5 TMG als Werbung

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