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Rezension: Krieg

Krieg

Krieg – Hundert Jahre Weltgeschichte von Gregor Schöllgen
Geschichte, Politik ║ Deutsche Verlags-Anstalt (04. Oktober 2017)
19.99 Euro (E-Book), 24.00 Euro (Hardcover) ║368 Seiten
Klappentext

Die Konflikte der letzten 100 Jahre – wie sie entstanden, wie sie miteinander zusammenhängen
Wer die komplexe und konfliktreiche Gegenwart begreifen will, muss die Vergangenheit verstehen. Die Geschichte der letzten 100 Jahre ist die Geschichte miteinander verbundener, weltumspannender Kriege. Der namhafte Historiker Gregor Schöllgen schildert anschaulich die wichtigsten Konflikte und Konfliktlinien, die das Geschehen auf der Welt bis heute bestimmen. Ausgehend von der Russischen Revolution 1917, die die Grundlage für die globalen Auseinandersetzungen der folgenden Jahrzehnte legte, beschreibt er die vielfältigen Gesichter des Krieges: Revisionen und Interventionen, Raub und Annexion, Säuberung und Vernichtung, Flucht und Vertreibung bis in unsere Tage. Zeitweilig fror der Kalte Krieg die alten Konflikte der nördlichen Halbkugel ein, die Kriege fanden anderswo statt. Damit ist es vorbei. Kriegerische Auseinandersetzungen sind uns allen wieder näher gerückt.

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Sie waren wenige.


 Meinung

Manche Bücher möchte ich gern lesen, weil sie spannend klingen. Andere, weil sie mich fesseln werden. Bücher wie „Krieg“ allerdings interessieren mich, weil sie ein wichtiges Thema behandeln und ich es mir nur schwer vorstellen kann, wie hundert Jahre Geschichte in ein Buch von 368 Seiten passen sollten…

Ein Buch über geschichtliche oder politische Themen zu schreiben ist nicht einfach, da doch sehr viel in der Kontroverse steht und konstant durch kritische Überlegungen hinterfragt werden sollte. Anstelle einer gewöhnlichen Rezension, möchte ich hier besonders hervorheben, was dieses Buch leider nicht bietet.

Herrn Schöllgens Werk bietet nur sehr begrenzt Fakten und die Meinung des Autors ist durchweg präsent. Was mir fehlt ist der Diskurs! Es wird sehr viel behauptet, was noch immer diskutiert wird und damit tat ich mir schwer. Ich mag zwar Herrn Schöllgens Meinung sein, finde aber, dass ein Buch dieser Klasse eine Form von Plattform bieten sollte, anstelle auf sie einzuwirken.

Dennoch muss ich sagen, dass der Autor beeindruckende Arbeit geleistet hat, wenn man sich auf die Konzeption des Buches und seinen Schreibstil beschränkt. Er ist wahrlich überzeugend und stellt die geschichtlichen, wie auch die politischen Entwicklungen sehr gut nachvollziehbar dar. Und zuletzt darf nicht unter den Teppich gekehrt werden, was in diesem Buch im Vordergrund steht: Aufklärung über das Vergangene und die Hoffnung, dass die Menschheit aus ihren Fehlern lernt…

Ich vergebe:

3

 


Ich möchte mich herzlich bei der deutschen Verlags-Anstalt und RandomHouse, wie auch Herrn Schöllgen sehr herzlich für mein Rezensionsexemplar bedanken!*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

** gekennzeichnete Verlinkung kennzeichne ich gemäß § 2 Nr.5 TMG als Werbung

 

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