Alle Beiträge rund um den Blog · Rezensionen

Rezension: Das weiße Feld

DasweißeFeld

Das weiße Feld von Lenka Hornakova-Civade
Roman ║ Karl Blessing Verlag (11. September 2017)
15.99 Euro (E-Book), 20 Euro (Hardcover) ║273 Seiten
Klappentext

„Eine raffiniert gewobene Familiensaga“ (Libération) – ausgezeichnet mit dem Prix Renaudot des Lycéens 2016.
Sie heißen Magdalena, Libusa und Eva und teilen dasselbe Schicksal: Sie wachsen jeweils ohne ihren leiblichen Vater auf. Aber statt an diesem Schicksal, das in den Augen ihrer Umgebung ein regelrechter Makel ist, zu zerbrechen, entwickeln sie jede auf ihre Art einen unbändigen Freiheitswillen: Magdalena, die mit ihrer Mutter Marie aus dem braun gewordenen Wien flieht. Libusa, die mit ihrer Neugierde auf die Außenseiter der uniformierten Gesellschaft ihre Umgebung in Atem hält. Und Eva, die als Linkshänderin pädagogische Umerziehungsprogramme sabotiert und von fernen Ländern träumt. Alle drei eint die Zuneigung zu ihrer ebenso mürrisch-verschlossenen wie unbeirrbar selbstbewussten, beinahe überlebensgroßen Großmutter „Maman Maire“, die sich als Hebamme im Dorf unentbehrlich zu machen verstand.
In einem Panoptikum unvergesslicher Charaktere – auf männlicher Seite: ein größenwahnsinniger Apparatschik, ein dichtender Tagträumer, ein patriarchalisch-humaner Bauer – entfaltet sich eine Familiengeschichte, deren großes Geheimnis erst auf den letzten Seiten seine Auflösung findet.

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Meine Mutter wusste es als Erste.


 Meinung

Drei Frauen, jede von ihnen mit einer ganz eigenen Lebensgeschichte, verpackt in einen Roman der Sonderklasse…

In „Das weiße Feld“ begleitet der Leser drei Frauen, wie sie leben, lieben und mit Problemen in ihrer jeweiligen Zeit zu kämpfen haben. Ich bin keine Freundin davon, zu viel des Inhalts eines Romans preiszugeben, weswegen diese Inhaltsangabe zwar kurz ist, ich Euch allerdings versprechen kann, dass es das Geschehen in den 273 Seiten in sich hat. Was mich etwas aus dem Geschehen geworfen hat, war die Tatsache, dass das Buch in drei Teile gegliedert ist und jeder in der ersten Person geschildert wird. Ich hätte mir eine Verflechtung der Geschichten gewünscht, da ich so nur begrenzt in den Fluss der Geschichte hineinfinden konnte und mich durch den personalen Erzählstil erst wieder neu einfinden musste.

Mit welchen Charakteren könnt Ihr Euch am besten identifizieren? Ich liebe es, von echten Menschen zu lesen. Die Fehler, die kleinen Macken – sie machen uns menschlich und in diesem Roman haben wir es mit authentischen Charakteren zu tun. Dies haucht dem Geschehen das wahre Leben ein und füllen es mit Herz. Da der Leser die Geschichte des 20. Jahrhundert verfolgen darf, wird durch die gekonnte Inszenierung der Figuren auch ein Stück Geschichte zum Leben erweckt.

Hornakova-Civades Schreibstil entwickelt sich, wie es auch das Leben Magdalenas, Evas und Libusas tut. Eine solche Variabilität in die Sprache zu legen, beeindruckt den Leser nicht nur, sondern unterstützt die Entwicklung der Charaktere und verleiht ihr die nötige Glaubwürdigkeit in einem Roman, wie er nur selten geschrieben wird.

Ich vergebe:

4

 


Ich möchte mich bei dem Karl Blessing Verlag, wie auch bei RandomHouse, herzlich für mein Rezensionsexemplar bedanken.*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

** gekennzeichnete Verlinkung kennzeichne ich gemäß § 2 Nr.5 TMG als Werbung

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s