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Rezension: Schattenbrandung

Schattenbrandug

Schattenbrandung von Sascha Lemon
Thriller ║ books2read (15. Oktober 2017)
4.99 Euro (E-Book) ║282 Seiten
Klappentext

Ein gewaltiges Unwetter fegt über die schottische Küstenstadt Groom hinweg und bringt Unheil über Lenas Familie: Ihre Teenagertocher Jenna verschwindet spurlos, ihr Mann scheint vor rasender Trauer fast blind, und ihr Sohn wird durch die Geschehnisse noch tiefer in einen Strudel aus Sucht und Schuld getrieben. Verzweifelt versucht Lena herauszufinden, wo und mit wem ihre Tochter zuletzt gesehen worden ist. Doch ihre einzige Spur ist ein dunkler Schatten draußen an den sturmumtosten Felsen der Dragonfalls-Bucht …

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Dieser Sturm war anders als all die anderen zuvor.


 Meinung

Thriller passen besser in den Herbst, als jedes andere Genre. Der peitschende Wind, die Kälte, die am Körper hinaufkriecht und die Blätter, welche bei jeder Berührung ein unheilvolles Rascheln von sich geben. Man stelle sich dann noch einen starken Sturm vor und das Setting ist perfekt…

Sascha Lemons „Schattenbrandung“ führt den Leser in einen heftigen Sturm an die Küste Schottlands, in welchem eine junge Frau namens Jenna verschwindet. Während die Familienmitglieder unterschiedlich mit der Situation umgehen, setzt die Mutter der Teenagerin alles daran, sie zu finden. Mag es noch so ausweglos erscheinen… Diese Geschichte macht sich natürlich perfekt für einen Thriller und reißt den Leser in den Bann, denn was kann es Schlimmeres geben, als einen geliebten Menschen zu verlieren? Diese Spannung, welche der Roman schon am Anfang schafft, zieht sich durch alle 282 Seiten und bringt dem Leser immer mehr Unbehagen: Wo kann die junge Frau nur stecken?

Ich persönlich bin eine große Liebhaberin von Thrillern, welche mich erschaudern und nicht mehr los lassen. Sascha Lemons Werk ist eines dieser Kategorie. Denn was wäre ein spannendes Buch, wenn es keine Spuren auf dem Leser hinterließe? So saß ich gebannt auf meinen E-Reader starrend an den verschiedensten Orten und las mich in eine Welt, die mich einerseits abschreckte und faszinierte.

Die Protagonistin, Jennas Mutter Lena, ist dem Leser natürlich allein aufgrund ihrer Lage sympathisch. Wer würde nicht alles daran setzen, die geliebte Tochter zu finden? Doch je weiter der Leser sich mit ihr in den Irrgarten der Hinweise bewegt, desto mehr Empathie kommt auf und man fragt sich: Wie weit wird die verzweifelte Frau gehen?

Wie ich nicht müde werde zu betonen, liebe ich rhetorische Mittel in Romanen und besonders die Symbolik und Metaphorik. Sascha Lemon setzt diese nicht nur in Beschreibungen der Umgebung ein, sondern auch in Unterhaltungen, welche ihnen einen ganz neuen und hohen Stellenwert geben. All jenen, die nicht nur spannende Geschichten lieben, sondern gern jedes Wort zweimal herumdrehen, kann ich „Schattenbrandung“ nur empfehlen.

Und wer weiß, was so ein Sturm nicht alles anrichten kann…?

Ich vergebe:

5

 


Ich möchte mich herzlich bei Sascha Lemon für mein Rezensionsexemplar bedanken.*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

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