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Kontroverse Bücher – Das Futter für unseren Verstand

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Herzlich Willkommen!

Gestern Abend durfte ich einer ganz besonderen Veranstaltung beiwohnen, die mich nicht nur lange beschäftigen wird, sondern auch meinen Blick auf das große Feld der Bücher verändert hat.

Was darf ein Buch? Wieso gibt es so viel Hass in einem Land mit demokratischen Werten?

Keine Sorge! Wir sind keine politische Seite und deshalb werde ich nichts weiter tun, als meine persönliche Meinung zu sagen und anhand Philipp Möllers Roman ein Phänomen erklären, welches mich immer wieder geschockt zurücklässt…

Ich freue mich auf Eure Kommentare und wünsche Euch viel Spaß beim Lesen,

Krisi


Vorab: Wer ist Philipp Möller?

Philipp Möller, Jahrgang 1980, ist Diplompädagoge, Bestsellerautor (»Isch geh Schulhof«) und überzeugter Atheist. Er setzt sich für ein säkularisiertes Weltbild ein, für Werte des Humanismus und der Aufklärung. Er war Pressereferent der »gottlosen« Buskampagne und arbeitet heute für die Giordano-Bruno-Stiftung. Mit seiner Familie lebt er in Berlin.

(Quelle: https://www.fischerverlage.de/autor/philipp_moeller/a2500038)


Eine Lesung der besonderen Art

Philipp Möller stellt in seinem Buch Fragen, die sich nicht mit dem Weltbild jedes Menschen vereinbaren lassen. Gerade deshalb finde ich sein neues Werk so lesenswert, denn es regt zum Denken an. Auch wenn man, wie ich, Herrn Möllers Meinung teilt.

Philipp Möller las gestern Abend nicht nur aus seinem Roman vor, sondern gab den Zuschauern die Möglichkeit anhand einer Präsentation Videos zum Thema zu schauen oder auch Fakten klar dargelegt zu bekommen. Ebenso lud der Spiegel Bestseller – Autor zum Gespräch ein, stellte sich den Fragen der Zuhörer und stieß damit den ein oder anderen vor den Kopf.

Nach der Veranstaltung, hatte ich die Chance mich noch mit Herrn Möller zu unterhalten, welcher nicht nur mein Exemplar von „Gottlos glücklich“ in besonderer Weise signierte, sondern sich mit mir über das Phänomen „Religion“, auch an der Universität, unterhalten hat. Wer von Euch „Isch geh Schulhof“ oder dessen Folgebände kennt, weiß, wie humorvoll und intelligent Philipp Möllers Bücher verfasst sind. Er selbst ist ebenso überzeugend – egal ob durch seine Schlagfertigkeit, Höflichkeit oder Intelligenz.

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 Bücher und Hetze?

Weshalb mir dieser Beitrag so am Herzen liegt ist nicht, dass ich irgendjemandem meine Meinung aufzwingen möchte, nein! Ich möchte verstehen, warum mir, bevor ich die Veranstaltung betreten habe, von einigen Protestanten auf der Straße gesagt wurde, dass ich schrecklich sei, weil ich dieses Buch lese? Dass dieses Buch abgeschafft werden müsse…

Wieso? Leben wir nicht genau aus diesem Grund in einem demokratischen Land, in welchem ich lesen und schreiben darf, was ich möchte, solange es nicht gegen das Grundgesetz verstößt?

Viele Menschen, wie wir auch auf der Buchmesse erleben mussten und wie Bestsellerautor Dan Brown bei seiner Veranstaltung mehrfach erwähnt hat, versuchen Bücher zu verbieten. Uns zu verbieten, was wir lesen. Und was bleibt dann übrig von der Meinungsfreiheit? Richtig – gar nichts. Gerade wir, die das Lesen so lieben, sollten uns immer bewusst sein, dass es ein Privileg ist, die Meinung frei äußern zu dürfen und die Worte lesen zu dürfen, die uns interessieren, die uns etwas bedeuten, die uns bewegen. Wenn nun Menschen versuchen uns das zu nehmen, sollten wir uns wehren und das mit aller Vehemenz.

Aus diesem Grund ist dieser Beitrag für mich so viel mehr als eine bloße Schilderung meines gestrigen Abends, sondern eine Homage an Menschen wie Philipp Möller, welche ohne Angst und aus Überzeugung Bücher schreiben, die uns zum Nachdenken anregen sollen und sich nicht in den Einheitsbrei einreihen, mit welchem man heutzutage auf den sozialen Netzwerken bombardiert wird. Und egal, ob Ihr Herrn Möllers und meine Meinung teilt, lest Bücher wie „Gottlos Glücklich“. Entweder Ihr werdet in Eurer Meinung bestärkt oder aber Ihr lernt eine ganz neue Seite der Welt kennen.

Denn was wäre, wenn…?


 

Krisi

 

 

 

4 Kommentare zu „Kontroverse Bücher – Das Futter für unseren Verstand

  1. Liebe Krisi,

    ein guter Beitrag zu einem wichtigen Thema. Jetzt nicht auf das Buch bezogen, denn das sollte jeder für sich entscheiden (ich kann mich dem allerdings anschließen), sondern wegen dem Lesen und lesen lassen. Jeder sollte seine Meinung frei wählen dürfen, so wie seine Bücher. Natürlich immer unter der Voraussetzung, auch die anderen zu akzeptieren, zu tolerieren und zu respektieren. Das finde ich unheimlich wichtig!

    Liebste Grüße
    Ella

    Gefällt 1 Person

    1. Ich denke, dass grundsätzlich alle Bücher erlaubt sein sollten, (jetzt ein großes) WENN komplette Aufklärung und Verständnis herrscht. Es sollte einen Zugang zu jeder Art von Literatur geben, nur sollte diese dann auch (wenn man es zB an Hitlers „Mein Kampf“ festmacht), historisch gedeutet und erklärt werden.
      Natürlich wird dies nie möglich sein, aber eine Wunschvorstellung meinerseits ist es trotzdem. 🙂
      Deshalb finde ich auch, dass kontroverse Bücher, welche nicht hetzerischer Natur sind, ohne Frage in den Buchhandel gehören, da sie nicht nur (meist) Minderheiten eine Stimme geben, sondern oftmals viel Wahrheit oder eine neue Sichtweise enthalten.

      Gefällt mir

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