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Rezension: Freud ist an allem Schuld

Freud

Freud ist an allem Schuld  von Paolo Genovese
Gegenwartsliteratur ║  btb Verlag (13. März 2017)
8,99 Euro (E-Book), 9,99 Euro (Taschenbuch) ║ ca. 320 Seiten
Klappentext

»Die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt ist die Liebe.« Der Mann, der das sagt, muss es wissen: Francesco, alleinerziehender Vater von drei Töchtern, ist Paartherapeut. Und Fallbeispiele hat er in der Familie genug. Tochter Sara fühlt sich in ihren lesbischen Beziehungen gescheitert und sieht nur eine Lösung: hetero werden. Schwester Marta, Buchhändlerin mit romantischen Idealen, verliebt sich in einen Gehörlosen, der ihr Opernlibretti aus dem Laden stiehlt. Nur Emma scheint solide – wäre sie nicht noch Schülerin und ihre große Liebe Alessandro ein 50-jähriger verheirateter Architekt. Aber da hat Francesco den perfekten Plan: Er will Alessandros Ehe mit einer Therapie wieder kitten. Bis sich herausstellt, dass Alessandros Frau Claudia die unbekannte Schöne ist, die Francesco selbst heimlich verehrt …

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

New York, Knotenpunkt der Welt, der Ort, an dem man unmöglich zweimal dieselbe Person trifft, dafür möglicherweise aber die richtige.


 Meinung

Bücher über das Leben und die Liebe können faszinieren. Können, müssen aber nicht…

Paolo Genovese versucht in seinem Roman „Freud ist an allem Schuld“ dem Leser einen völlig neuen Blick auf die Liebe zu verschaffen. Der Protagonist ist Paartherapeut und wird somit als Kenner der Liebe eingestuft, doch dass dieser die wahre Liebe gar nicht kennt, wird dem Leser erst mit der Zeit bewusst. Leider konnte mich Herr Genoveses Vorgehen im Roman nur wenig von sich überzeugen; er beschreibt fast schon pathetisch die Umgebungen und versucht, in jeden Satz eine Lehre zu fügen, die allerdings meist fehlschlägt. Ohne die Worte allein für sich wirken zu lassen, übertreibt er es und stellt damit auch seinen Protagonisten eher lächerlich, als überzeugend dar. Auch dessen Töchter, welche auf der Suche nach der großen Liebe sind, überzeugen den Leser nur schwer, sondern sind eher Marionetten, welche die eingefügten Lehren zu unterstreichen haben und wenig tiefgründig gestaltet sind.

Der geniale Titel des Romans „Freud ist an allem Schuld“ wird im Roman kaum wieder aufgegriffen, sondern mehrheitlich ignoriert, was mich sehr enttäuscht hat. Doch abgesehen von einigen schwulstigen Passagen kann Paolo Genovese den Leser durch eine flüssige Sprache und ein gekonntes Einsetzen eben dieser angenehm durch den Roman leiten.

Leider konnte die Geschichte – für mich – nicht halten, was sie versprach und war allein in einem angenehmen Schreibstil überzeugend.


Fazit
Freud ist an allem Schuld von Paolo Genovese ist ein eher enttäuschendes Werk, welches mich nicht berühren und die Sicht auf die große Liebe nicht verändern oder festigen konnte.
Ich vergebe:

2


Ich möchte mich herzlich bei btb und Randomhouse für mein Rezensionsexemplar bedanken.*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

 

 

2 Kommentare zu „Rezension: Freud ist an allem Schuld

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