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Rezension: Acht Berge

AchtBerge

Acht Berge  von Paolo Cognetti
Gegenwartsliteratur ║  Deutsche Verlags-Anstalt (11. September 2017)
15,99 Euro (E-Book), 20,00 Euro (Hardcover) ║ ca. 257 Seiten
Klappentext

Eine unerschütterliche Freundschaft. Ein Aufbruch ins Ungewisse. Die Sehnsucht nach Heimat
Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?
Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti mit poetischer Kraft die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals, über das Leben, die Liebe und den Tod.

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Mein Vater ging auf seine Art in die Berge: Er war weniger ein Mann der Meditation, als ein Dickkopf und Draufgänger.


 Meinung

Wer schon einmal in den Bergen wandern war, weiß, dass der Wanderer oben auf dem Gipfel eine andere Welt betritt. Sie regt zum Denken an und kann Menschen verändern…

Paolo Cognetti thematisiert in seinem Roman die Entscheidungen im Leben, von welchen man nie weiß, ob sie das Leben nicht von Grund auf verändert haben oder verändern werden. Was wäre wenn? – Eine Frage, die im Nachhinein einen Menschen nur noch verunsichern, aber nicht weiterbringen kann. Der Autor beschreibt die Gefühle der Charaktere sehr anschaulich und arbeitet mit Metaphorik, welche den Leser staunend zurücklässt. An der ein oder anderen Stelle fehlte mir der Tiefgang in den Gedankengängen. Es erschien, als würden manche Themen eher angerissen, als wirklich thematisiert. Dennoch stechen die Charaktere heraus, da sie einerseits einen „gewöhnlichen“ Menschen verkörpern und doch durch die geschilderten Schicksale zu etwas so viel mehr für den Leser werden. Diese Entwicklung unterstreicht Paolo Cognetti durch seinen Schreibstil, welcher nicht nur die oben genannte Metaphorik herausstechen lässt, sondern auch unvergessliche Bilder in den Kopf des Lesers schreibt.


Fazit
Acht Berge ist ein Roman, welcher das Leben auf so wundervolle Weise beschreibt, dass der Leser von sich selbst und der Geschichte überrascht wird
Ich vergebe:

4


Ich möchte mich herzlich  Randomhouse für mein Rezensionsexemplar und das passende Notizbüchlein bedanken.*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

 

 

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