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Drei Würmchen – Bitte was?!

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Hallihallo, Ihr Lieben!
Oftmals erlebe ich es, dass Leser und Autoren enttäuscht reagieren, wenn ich in einer Rezension nur drei Würmchen für ein Buch vergebe.
Doch sind drei Würmchen wirklich so schlecht?
Genau darüber möchte ich in diesem Beitrag sprechen und bin gespannt, was Ihr denkt!
Alles Liebe,
Krisi

Wann vergebe ich drei Würmchen?

Ein Buch muss mich als Leser fesseln können – natürlich hängt dies auch von meinem Geschmack und meiner Stimmung ab. Wenn ein Buch mich nicht von sich überzeugen konnte, allerdings inhaltlich und sprachlich keine Brüche aufweist, dann vergebe ich drei Würmchen.

Weniger Würmchen vergebe ich dann, wenn es Fehler innerhalb des Romans gibt (Sinnbrüche, schwere Sprachprobleme…), aber drei Würmchen sind für mich ein gutes Ergebnis, da es für mich bedeutet, dass der Roman überzeugen kann – nur eben nicht mich. Das kann unterschiedliche Ursachen haben, wie schon gesagt, ob es das Genre ist oder eben meine persönliche Empfindung.


Drei von fünf – mehr als die Hälfte!

Was ich unbedingt noch einwerfen muss, ist, dass drei Würmchen immer noch mehr als die Hälfte der Würmchen sind, die ein Buch bekommen kann.

Wie könnte ich je ein absolutes Traumwerk herausstechen lassen, wenn ich alle Romane mit fünf Sternen auszeichnete? Ich bin Bloggerin, und das mit Herz, und muss deshalb besonders einen Wert immer im Kopf haben: Ehrlichkeit.

Es tut mir immer schrecklich weh, wenn Autoren an sich zweifeln. Doch ich kann keine Würmchen vergeben, nur weil ich Mitgefühl habe – das Werk zählt, so weh es tut.


Meine Meinung – Meine Zweifel

Immer wenn ich wieder eine vermeintlich „schlechte“ Rezension geschrieben habe, in welcher ich drei Würmchen verteilt habe, quält mich das Gewissen.

Was macht dies mit dem Autor? Was bedeutet dies für Menschen, die die Rezension lesen? Werden sie dennoch das Buch lesen, auch wenn es mich aufgrund der Stimmung oder ähnlichem nicht überzeugen konnte?

Gerade deshalb tut es mir weh, wie schlecht drei von fünf Würmchen angesehen werden. Ich will alles, aber kein Werk zerreißen; dennoch habe ich immer wieder das Gefühl, das Werk so für potentielle Leser zu ruinieren.


Was denkt Ihr?
Jetzt würde ich wahnsinnig gern hören, was Ihr denkt:
Übertreibe ich?
Empfindet Ihr es genauso?
Kauft Ihr ein Buch, auch wenn es „nur“ drei Würmchen bekommt?
Ich freue mich auf Eure Antworten! ❤

 

Krisi

 

 

19 Kommentare zu „Drei Würmchen – Bitte was?!

  1. Es gibt Bücher, die hauen einen richtig aus den Socken. Das sind für mich fünf Sterne oder Würmchen Bücher… Bücher, die ich in einem Zug durchlese und komplett begeistert bin.
    Dann gibt es Bücher, die mich nochmal richtig überraschen können, die würden vier Würmchen bekommen.
    Drei wäre einfach ein ganz normales, nettes Buch. Man hat seinen Spaß, man fühlt sich unterhalten, dann macht man es zu und das Leben geht weiter.
    Das sind 80% der Bücher, die ich lese. Vielleicht bin ich zu kleinlich, aber ich finde „hat mir gefallen“ alleine rechtfertigt keine fünf Sterne. Oder Würmchen. 😉
    Das Problem ist, daß sich die Leute oft nicht durchlesen, was einem gefallen hat und was die Kritikpunkte waren, sondern nur auf die Bewertung schauen. Deshalb lass ich die Sternchen ganz weg.

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo,

      ja, so fände ich das Konzept auch toll. Nur wenn ich keine konkrete Kritik äußere und sage, das Buch sei ganz gut, erwarten die meisten zwischen vier und fünf Sternen. Das ist wirklich schade, da so die Abstufung an Wert verliert.
      Dass Du bei der Bewertung bleibst, finde ich klasse, weil Du so Deine Rezensionen ganz anders aufbauen und viel differenzierter schreiben kannst. 😃👍

      Einen schönen Abend und liebe Grüße,
      Krisi 💜

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Krisi!
    Ich finde das Problem bei diesen Bewertungen ist immer, dass jeder seine eigene Vorstellungen davon hat. Ich sehe das so wie du: 5 Sterne bekommen bei mir wirklich nur absolute WOW-Bücher. Bücher die ich am liebsten jedem in die Hand drücken würde. Vier Sterne sind daher bei mir schon ein „Sehr gut“. Drei Sterne heißen für mich: Hat mit gefallen. Es war nicht schlecht, hat mich aber auch nicht zu hundert Prozent überzeugt. Zwei Sterne: war okay. Erst ein Stern heißt bei mir wirklich: Finger weg!

    Was es wahrscheinlich auch noch schwierig macht, ist die Tatsache, dass verschiedene Plattformen, auf denen man bewerten kann, verschiedene Systeme haben. Bei Amazon bedeuten 5 Sterne ein „gefällt mir sehr“ , was bei goodreads eben nur 4 Sterne sind.

    Inzwischen habe ich es aufgegeben, konkrete Bewertungen zu vergeben. Ich schreibe ein kurzes Fazit und schreibe dort, wie gut es mir gefallen hat und ob es sich lohnt, das Buch zu lesen. Zur Sicherheit habe ich aber trotzdem auf einer Seite vermerkt, was genau meine Bewertung zu bedeuten hat. Das kann man dann zur Not im Beitrag verlinken 🙂

    Liebe Grüße,
    Pia!

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Pia,

      vielen Dank für Deine Antwort. Dass Du keine Sterne oä mehr vergibst, finde ich toll, da es doch die Leser am meisten zu beeinflussen scheint, was eigentlich schade ist. Die Rezension ist, wie mir auffällt, meist nur zweitrangig.
      Was mir auch aufgefallen ist, sind die Vorgaben von Amazon. Bei drei Sternen wirkt der vorgegebene Text schon recht negativ, was ich wirklich schade finde. Ich bin auch der Meinung, die Bewertungen sollten anders verpackt werden. ❤️

      Einen schönen Abend und liebe Grüße,
      Krisi 💜

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  3. Hallo! 🙂
    Ich sehe das auch so. Ehrlichkeit ist gerade bei Rezensionen wichtig. Das finde ich einfach nicht richtig, gerade meinen Lesern gegenüber möchte ich meine Meinung vertreten und nicht etwas aus reinen Gewissensbissen beschönigen.

    Es ist besonders schwierig, wenn man die Autorin oder den Autor sogar kennt und ihn nicht enttäuschen möchte, dann ehrlich zu sein.

    Ehrlich gesagt lese ich auch Bücher, die von anderen mit nur 3 Sternen oder Würmchen bewertet worden sind. Manchmal erfahre ich das auch erst, wenn ich es anfange zu lesen (z. B. über Goodreads). „Nur“ 3 Sterne/Würmchen sind ja nicht schlecht. Immerhin hat der Rezensent das Buch ja auch komplett gelesen und nicht mittendrin abgebrochen, also kann es auch nicht ganz schlecht sein.

    Liebe Grüße,
    Marry

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Marry,

      vielen Dank für Deine Antwort. Ich sehe es genauso und bin sehr froh, dass es andere ebenfalls so sehen.
      Ich denke mir auch häufig: wenn ich nicht ehrlich wäre, warum sollte ich dann überhaupt bloggen?
      Dass Du die Schwächen eines Romans selbst entdecken möchtest, finde ich spannend und sehr lobenswert. Man weiß doch erst wirklich, ob einem selbst ein Roman gefällt, wenn man ihn gelesen hat. 🙂

      Nochmals vielen Dank für Deine Antwort und einen schönen Abend.
      Liebe Grüße,
      Krisi 💜

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  4. Also wenn mich ein Buch interessiert und es nur 3 Würmchen hat, schaue ich auf jeden Fall noch andere Rezis an. Wenn sich das bei anderen auch so heraus kristallisiert dann wähle ich lieber ein Buch, das wenigstens 4 hat. Aber ich lehne es nicht unbedingt gleich ab. Vielleicht nehme ich noch eine Leseprobe. Aber da muss mich die Geschichte unbedingt interessieren. 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo,

      das finde ich eine tolle Vorgehensweise. Man kann sich beeinflussen lassen bis zu einem gewissen Punkt, entscheidet aber trotzdem noch frei.

      Vielen Dank für Deine Antwort und einen schönen Abend.
      Liebe Grüße,
      Krisi 💜

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  5. Liebe Krisi,
    Ich denke, du handelst genau richtig. Ehrlichkeit ist das oberste Gebot bei Rezensionen. Objektive Ehrlichkeit versteht sich. Natürlich frage ich mich auch oft, wie der Autor eine nicht so gute Rezi wohl aufnehmen wird. Aber ich denke, es kommt vor allem darauf an wie man diese vermittelt.
    Gründe wie, Fehler in der Story oder schlechte Grammatik sind für mich absolut schlüssig. Und dies sollte auch jeder Autor verstehen. Na klar ist es nicht schön eine schlechte Rezi zu lesen, aber lernt und wächst man nicht an der Kritik? So, zumindest sehe ich das. ☺ Also nein, es ist nicht schlimm drei Würmchen zu vergeben, wenn sie entsprechend unterlegt sind.
    Liebe Grüße
    Ella ❤

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    1. Liebe Ella,

      vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ich bin sehr froh (und auch beruhigt), dass es andere ebenfalls so sehen, auch wenn es machmal schwer fällt.
      Was ich, wie Du auch sagst, so wichtig finde ist, kein Buch zu „zerreißen“, sondern die Krtitik zu begründen.

      Nochmals lieben Dank und einen schönen Abend.
      Viele Grüße,
      Krisi 💜

      Gefällt 1 Person

  6. Hallo Krisi,
    ich bin über Mikkis Kreuzfahrt hierher gelangt. Ein spannendes Thema sprichst du an.
    Deine Bewertung, wann du drei Würmchen vergibst, finde ich nachvollziehbar und gut begründet. Du hast offensichtlich gute, feste und ehrliche Kriterien, wann du wieviel Würmchen vergibst und machst dir darüber Gedanken.
    Mit so einer Bewertung sollte ein Autor besser leben können wie mit einer „Jubelbewertung“.
    Allerdings teile ich deine Befürchtung. „Nur“ drei von fünf Würmchen, das sieht erstmal mickrig aus … genau deshalb vergebe ich keine Sternchen, Würmchen oder Vögelchen, denn schließlich hat jeder einen anderen Ansatz auf das Buch. Ich versuche zunächst mal, objektiv zu beschreiben und dann zu sagen, wie mir dies oder jenes gefällt. Wie du sagst, das Buch kann objektiv gut sein, dennoch fesselt es mich aus irgendeinem Grund nicht so. Das kann sogar von der Tagesform abhängen oder vom Ort (das ist mir erst vor kurzem passiert; ein historischer Roman über den Hunsrück hat mich im Dänemark-Urlaub einfach nicht in den Bann gezogen; zuhause dann schon eher!).
    Deshalb beschreibe ich in meinen Fazits (Faziten? Plural von Fazit?) nur, für wen das Buch geeignet ist und ob es mich selbst begeistert hat.
    Und noch was zum Thema „ehrliche Bewertung“. Ein Autor, dessen Buch ich eher kritisch bewertet habe, hat für eine erneute Rezension bei mir angefragt; weil er die Art und Weise meiner Buchvorstellung ehrlich und professionell fand. Das hat mich wirklich gefreut.
    Liebe Grüße
    Daniela
    PS: Ich finde den Blognamen genial und werde dem Blog auf G+ folgen

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Daniela,

      vielen Dank für Deine Rückmeldung; ich freue mich sehr, dass Dir unser Blog gefällt. Du hast recht, wahrscheinlich sind die Bewertungen ohne Würmchen etc. einfacher zu handhaben. Ich bewerte Bücher auch gern auf Plattformen, wie Amazon, da „muss“ ich dann eine Bewertung abgeben, was mir auch häufig schwer fällt. Ich denke, es ist, wie Du sagst, wichtig, wie man das Feedback gibt und ob man sich mit dem Roman auseinander gesetzt hat, oder ihm von Anfang an keine Chance gegeben hat.

      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße,
      Krisi

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  7. Huhu!

    Ich wundere mich auch immer darüber. Selbst, wenn man es als Schulnote sehen würde, wäre eine 3 ja „befriedigend“. Da die Schulnoten aber von 1 bis 6 laufen, entspräche eine 3 dort 50%, während es bei einer Wertung von 1 bis 5 60% entspricht – also besser als „befriedigend“.

    Mich stimmt auch oft unbehaglich, dass auf eine 3-Sterne-Rezension Kommentare kommen wie „Oh, dann werde ich das Buch wohl besser nicht lesen…“ Wie du schon sagt, ich möchte niemandem das Buch ruinieren! Bei den meisten Büchern, denen ich 3 Sterne gebe, denke ich auch, dass das Buch anderen Lesern gefallen könnte, während ich ein Buch mit 2 Sternen für so problematisch oder schlecht geschrieben halte, dass ich wirklich anderen Lesern davon abraten würde.

    Wenn ich selber eine Rezension mit 3 Sternen lese, hängt es von der Begründung ab, ob ich das Buch trotzdem lesen würde oder nicht!

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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    1. Liebe Mikka,

      vielen Dank fürs Verlinken Deines Beitrags. Ich finde es toll, wie Du genau meine Gefühle beschreibst und bin sehr glücklich, dass Du es auch so siehst. 😊
      Es scheint doch ein recht schweres Thema zu sein.

      Ganz liebe Grüße und nochmals vielen Dank,
      Krisi

      Gefällt mir

  8. Guten Abend Krisi! 🙂
    Ich stand ganz oft vor dem selben Dilemma, weil halt eine gewisse Anzahl an Sternen, Herzen oder in eurem Fall Würmchen wirklich eher wie eine Schulnote oder eine wirkliche Wertung aussehen. Darum habe ich im Frühling mein Bewertungssystem komplett umgestellt und arbeite nun mit Kategorien. Ich finde, dass dies einfach viel mehr aussagt und viel mehr umfasst, als eine reine Punkte Wertung. Allerdings habe ich mir auch schon oft überlegt, die Bewertung ganz wegzulassen und einfach nur das Fazit zu posten.
    Es ist ein ganz schön schwieriges Thema 🙂
    Herzlich, Nela

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    1. Liebe Nela,

      das ist toll und ich mag Dein System sehr gern. Ich mag es in Rezensionen persönlich, wenn eine Art von Bewertungen vorhanden ist. Aber Du hast recht, ein alternatives System ist wahrscheinlich am fairsten. 🙂

      Einen schönen Abend und ganz liebe Grüße,
      Krisi

      Gefällt 1 Person

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