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Rezension: Der Gambler – Zyklus

Gambler-Zyklus (I-IV)  von Susanne Gavénis
Science Fiction ║ ca. 1058 Seiten für den gesamten Zyklus
2,99 Euro (E-Book) jeweils für die Bände I und II, sowie Bände III und IV
Klappentext zu Band I und II

Danny Sims ist anders. Er ist ein Gambler – einer von mehreren hundert Menschen, die aufgrund einer genetischen Mutation über überlegene körperliche und geistige Fähigkeiten verfügen. Vom Rest der Gesellschaft abgelehnt und gefürchtet, führen die Gambler auf ihren Zirkusraumschiffen ein Leben im Schatten. Doch dann taucht aus den Tiefen des Alls eine Bedrohung auf, die alles bisher Dagewesene übersteigt – und die Menschheit erkennt, dass nur ein Gambler in der Lage ist, die Erde vor ihrer vollständigen Vernichtung zu bewahren.
Gegen den Willen seiner Familie bricht Danny Sims auf, um gemeinsam mit den Soldaten der Erdflotte gegen die unheimlichen Aliens zu kämpfen. Doch bereits bei seiner Ankunft muss er begreifen, dass der Kampf um sein Leben schon längst begonnen hat – und dass es Gefahren gibt, gegen die selbst ein Gambler machtlos ist.

 

(Quelle: Amazon.de)

Klappentext zu Band III und IV

Der Kampf ums Überleben beginnt. Als neue Schwärme der todbringenden Hewitts über der Erde auftauchen, ist für Danny Sims die Stunde der Bewährung gekommen. Doch schnell wird ihm klar, dass die eigentliche Bedrohung für sein Leben aus den eigenen Reihen kommt – und er wird gezwungen, Entscheidungen zu treffen, die nicht nur sein eigenes, sondern auch das Schicksal der Menschheit für immer verändern werden.

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Allein und unbeachtet bahnte sich Danny Sims seinen Weg durch den überfüllten Speisesaal an Bord der Gambler-Circus.


 Meinung

Die Rezension zu einem Zyklus ist niemals einfach. Wo beginne ich und wo kann ich aufhören? Nachdem ich den „Gambler“-Zyklus von Susanne Gavénis beendet hatte, saß ich einige Tage ratlos vor dem Computer und machte mir Gedanken. Bis ich beschloss, dass ein Zyklus nur in seiner Gesamtheit existieren kann, wie auch dessen Rezension.

Ich durfte schon einige Werke von Susanne Gavénis lesen und freute mich diesmal besonders auf ein Genre, in welchem ich wenig Erfahrung habe: Science Fiction. Wir befinden uns in der Galaxie, auf der Gambler-Circus, die mit menschlichen Problemen kämpft. Gambler sind in ihren Fähigkeiten den „gewöhnlichen“ Menschen überlegen und werden durch ihre Superiorität ausgegrenzt. Doch als eine Bedrohung auftritt, gegen welche nur die so beneideten und zugleich verhassten Gambler etwas ausrichten können, macht sich ein junger Gambler auf den Weg herauszufinden, wer er selbst ist. Und dass er doch nicht so übermächtig ist, wie es immer den Anschein machte.

Natürlich werden viele jetzt denken, die Geschichte sei für einen Science Fiction – Roman typisch, doch was dem Leser des Zyklus nicht entgeht, sind die implizierten Veränderungen, die die Geschichte im Leser auslöst. Was macht Neid mit mir? Woher kommt Hass in der Gesellschaft? Was macht eine gemeinsame Bedrohung mit einer entzweiten Gesellschaft? – Fragen wie diese begleiten den Leser während der Lesezeit, aber auch noch weit darüber hinaus. Eine solche Übertragung der Konflikte und Vorkommnisse in einem literarischen Werk auf die unsrige macht einen Roman für mich zu einem beachtenswerten Werk.

Danny – ausgegrenzt und mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet. Jeder, der sich in großen Gesellschaftsgruppen nicht so gut einfindet, kann mit dem jungen Gambler mitfühlen. Man fühlt sich überflüssig und sieht keine Chance, jemals zu zeigen, wer man wirklich ist. So wird die Figur so authentisch beschrieben, dass der Leser sich in einzelnen Charakterzügen wieder erkennt und eine Empathie aufbaut, die einer menschlichen Beziehung gleicht. Die schon so häufig von mir bewunderte Metaphorik in Susannes Werken hat mich auch hier wieder staunen lassen: Danny will nichts mehr, als zu fliegen. Er will nicht mehr, als die Flügel auszubreiten und er selbst zu sein. Sein Charakter entwickelt sich wie ein Vögelchen das Fliegen lernt. Schlichtweg brillant!

Als er die Sicherheitsgurte löste, zitterten seine Hände. Mit einem defekten Computer konnte im Weltraum alles geschehen. (Band II)

Ich erwähne immer wieder die sprachliche Eloquenz von Susannes Werken und kann auch bei dem Gambler Zyklus nur staunen. Nun möchte ich allerdings auch auf die Dynamik in ihren Werken eingehen; die Spannung wird durch Susannes Worte so wunderbar erzeugt, dass ich immer wieder schwer schlucken musste und sich die Seiten gar nicht so schnell umblättern ließen, wie ich es mir wünschte.

Ich bin, wie schon erwähnt, nicht sehr bewandert im Genre Science Fiction und kenne mich weder mit Computern, noch mit Raumschiffen gut aus. Doch Susanne Gavénis schafft es, dass kein Leser zurückbleibt. Sie beschreibt die galaktische Welt in einer Engelsgeduld und erschafft eine Geschichte, die den Leser vollkommen in ihren Bann zieht.


Fazit
Der Gambler- Zyklus ist für mich ein zusammengehöriges Werk, da sich alle Kapitel untereinander bedingen und Susanne Gavénis eine Komplexität in ihrem Zyklus erschafft, die nur in ihrer Gesamtheit ihre wahre Größe zeigt.
Ich vergebe:

5


Ich möchte mich herzlich bei Susanne Gavénis für meine Rezensionsexemplare, wie auch die wunderbare Zusammenarbeit, bedanken!*

Krisi

*Rezensionsexemplare erhalte ich im Austausch für eine Rezension, die meine Meinung wiederspiegelt und unabhängig ist.

 

 

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