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Rezension: Mondgeflüster in Fella

Mondgeflüster

Mondgeflüster in Fella von Lara Kessing
Science Fiction (31. Mai 2017)
2,99 Euro (E-Book), 9,99 Euro (Taschenbuch) ║ ca. 345 Seiten
Klappentext

 

Ein schweres Unwetter zerstört große Teile von Fella. Eine Gang mit dem Namen Senk nutzt das entstandene Chaos, um die Macht an sich zu reißen. Da Andra ein Jahr vor dem Unwetter bei den Senk ausgestiegen ist, hat sie es nun besonders schwer. Einige Senk können ihr den Ausstieg nicht verzeihen, allen voran ihr ehemals bester Freund. Aus Freunden werden erbitterte Feinde. Menschen, um die sie früher einen großen Bogen gemacht hätte, werden zu Verbündeten. Andra muss nicht nur herausfinden, wer sie eigentlich ist, sondern auch ihren Platz in dem neuen Fella finden. Sich wieder den Senk anzuschließen wäre der leichtere Weg. Gerät Andra ins Schwanken, als sie unerwartet Gefühle für einen der Senk entwickelt? Sie ist bereit, an ihre Grenzen zu gehen und sich ihren ehemaligen Freunden in den Weg zu stellen, doch ist ihr neues Ich stark genug, sich der Macht der Senk zu widersetzen? Band 2 ist ein alternativer Einstieg in die Fella-Reihe und ist somit ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesbar. In diesem Band werden dem ersten Band keine Informationen vorweggenommen. Wer Band 1 bereits gelesen hat, kann sich in diesem Teil auf ein Wiedersehen mit Tonso und Kester freuen. Erfahrt mehr über den Enkel, den Morana an die Senk verloren hat, und über den Dieb, der Sorija mit seinem Geheimeingang die Flucht ermöglichte. Außerdem gibt es Einblicke in das Leben der Antisenk. Kostenlose Leseprobe unter: https://larakessing.wordpress.com/xxl-leseprobe-gratis/

(Quelle: Amazon.de)


Der erste Satz

Das Gesicht ihres Vaters war von roten Flecken übersät und die Worte sprudelten nur so heraus, während ihre Mutter still im Sessel saß und nicht einmal in der Lage war, Andra anzusehen. 


 Meinung

Das Genre Science Fiction steckt für mich voller Möglichkeiten. Es gibt keine Grenzen und der Leser kann sich auf Geschichten einlassen, die das Ende der Menschheit oder eine ganz neue Welt bedeuten. Doch leider können nicht alle Romane des Genres den Leser auf diese besondere Weise fesseln…

Für mich sind Geschichten etwas einzigartiges. Ich fühle mich nirgends wohler, als mit der Nase in einem Buch. Doch für mich muss eine Erzählung nicht nur stimmig sein, sondern allem voran dem Leser eine Plattform zum Träumen und Weiterdenken bilden. Mondgeflüster beginnt vielversprechend, indem dem Leser das „Unwetter“ als lebensbedrohliches und einschneidendes Erlebnis präsentiert wird. Doch je weiter ich las, desto mehr spürte ich, dass dieses weder durch Spannung, noch durch große Auswirkungen begleitet wurde, sondern nur ein Ventil für eine Art von Clan-Kampf war. Ich empfand dies als recht enttäuschend und muss sagen, dass diese Aspekte nicht in eine Geschichte passten, sondern eher dazu führten, dass ich die Ereignisse teils nur schwer ernst nehmen konnte; die Thematik war schlichtweg nicht zu greifen.

Die Protagonisten waren recht überzeugend, wenn auch häufig deren Dialoge auf mich etwas gestellt und wenig natürlich wirkten. Da der Leser besonders Andra durch die Geschichte begleitet, wird eine gewisse Verbindung aufgebaut, wenn ich auch das letzte Quäntchen Empathie vermisst habe.

Wie erstarrt blickte sie ihm nach, während Andras Herz ihr wüste Beschimpfungen an den Kopf warf. Das war die Chance, sehr viele Menschenleben zu retten, doch wenn auch nur eine Kleinigkeit schiefging, würden sie alle sterben. 

Lara Kessings Schreibstil kann in den rasanteren Szenen überzeugen, leider nicht so in den Dialogen. Wie schon erwähnt, fehlt häufig die Natürlichkeit und die Spannung zwischen den Zeilen. Ich habe häufig gelesen, ohne zu fühlen – und das bedeutete leider auch, das mich die Geschichte nicht packen konnte, wie es andere tun.

Ich möchte den Roman keines Falles schlecht reden, ich konnte mich nur leider nicht in ihm verlieren. Wenn Ihr Geschichten mögt, die Welten aufeinanderprallen lassen und sich nicht zu sehr auf Gefühle stützen, könnte der Roman Euch sicherlich von sich überzeugen.

 


Fazit
Mondgeflüster in Fella konnte mich leider nicht fesseln, sondern hat mich eher durch die mangelnden Emotionen und fehlende Kohärenz in der Geschichte enttäuscht.
Ich vergebe:
2

Ich möchte mich herzlich bei Lara Kessing für mein Rezensionsexemplar bedanken!

Krisi

 

 

 

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